Unser Pflegekonzept richtet sich nach konzeptionelles Modell der „Aktivitäten und der existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens“ (AEDL) von Monika Krohwinkel. Monika Krohwinkel sieht Menschen oder Personen als ein „einheitliches Ganzes“. Hierbei macht sie keinen Unterschied, ob es sich um  den Pflegebedürftigen oder die Pflegeperson handelt, die für Krohwinkel in gleichem Maß entwicklungsfähig sind und in ihrer Entwicklung durch eigenverantwortliche Entscheidungen und Handlungen wachsen. Die Begriffsdefinition der „Ganzheitlichkeit“ sieht die deutsche Wissenschaftlerin als gleichwertige Interaktion in den Bereichen:

• Leben
• Gesundheit
• Umgebung und Mensch

Auch definiert Krohwinkel Krankheit und Gesundheit als „dynamische Prozesse“, die für den Pflegenden als Einschränkungen und Fähigkeiten erkennbar sind. Wohlbefinden und Unabhängigkeit werden hierbei als subjektiv bewertete Teile der Gesundheit angesehen.
Unsere Leistungen beinhalten Unterstützung, Beratung oder komplette Hilfe in den einzelnen Bereichen der „Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens“ (AEDL´s). Grundsätzlich unterstützen und bewahren wir die Autonomie unserer Bewohner. Hilfestellungen werden stets reflektiert und abgestuft angeboten. Dabei ist die Wahrung der (noch) vorhandenen Selbstständigkeit unser Handlungsansatz: 

                                   „Soviel Hilfe wie nötig und benötigt“.


AEDL 1   Kommunizieren können
AEDL 2   Sich Bewegen können
AEDL 3   Vitale Funktionen aufrechterhalten können
AEDL 4   Sich pflegen können
AEDL 5   Essen und trinken können
AEDL 6   Ausscheiden können
AEDL 7   Sich kleiden können
AEDL 8   Ruhen und schlafen können
AEDL 9   Sich beschäftigen können
AEDL 10 Sich als Mann / Frau fühlen können
AEDL 11 Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
AEDL 12 Soziale Bereiche des Lebens sichern können
AEDL 13 Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
 
Pflegerische Zielsetzung:

Die pflegerische Zielsetzung ruht auf der Grundlage des Leitbildes. Mit dem Pflegekonzept wird diese Grundhaltung im pflegerischen TUN konkretisiert. Das pflegerische Tun orientierte sich am  PDCA-Zyklus und dient einer systematischen prozessorientierten Pflege:

Qualitätsplanung- Plan:
Planen der Ablauf- und Prozessverbesserung auf analytischer Basis ( Statistiken, Befragungen etc.), Festlegung von Zielen und Maßnahmen.

Qualitätslenkung- Do:
Umsetzung unter kontrollierten und überdachten Bedingungen.

Qualitätssicherung- Check:
Überprüfen und Messen der Wirksamkeit der pflegerischen Maßnahmen. (Ist- Analysen…)

Qualitätsverbesserung- Act:
Auf Basis der Ergebnisse, den Prozess, das System verbessern bzw. die Maßnahmen anpassen.

 

Das am PDCA-Zyklus intern ausgerichtete Qualitätsmanagementsystem gewährleistet,

  • professionelle Pflege im Rahmen der allgemein anerkannten pflegerischen- und  medizinwissenschaftlichen Erkenntnisse
  • bestmögliche Qualität unter den vorhandenen wirtschaftlichen und finanziellen Mitteln und gesetzlichen Rahmenbedingungen
  • Erhaltung und Förderung des Gesundheitszustandes und des Wohlbefindens
  • würdevolle Begleitung der Bewohner/innen bis zum Lebensende
  • Erhalten und Förderung der Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung der Bewohner/innen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Individuelle Pflegeplanung und Unterstützung bei der Pflege nach den Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL´s)
  • Kontinuierliche Fort – und Weiterbildung
  • Kontinuierliche Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung
  • Förderung und Beachtung religiöser Grundwerte.